Mit dem Herzen Entscheidungen treffen

Tägliche Herausforderung: Entscheidungen treffen! Wie viele Entscheidungen hast Du heute schon getroffen? Oder hast Du eine Ahnung, wie viele noch vor Dir stehen? Wir treffen rund 20.000 Entscheidungen pro Tag. Das ist eine ganze Menge. Die meisten davon jedoch sind unbewusste Entscheidungen.

Alles, was Du bisher in deinem Leben erlebt, erreicht oder auch nicht erreicht hast, beruht auf Deine bisherigen Entscheidungen.

Jede kleinste Entscheidung, die Du getroffen hast, hat Dein Leben geformt. Sie alle haben dazu beigetragen, dass Dein Leben so ist, wie es ist. Ganz egal, ob es Dir gefällt oder nicht.

Allein durch sie können Deine Träume, Ziele und Wünsche zum Leben erweckt werden und eine Bedeutung bekommen.

Durch Deine Entscheidungen bringst Du Dein Licht zum leuchten. Also höchste Zeit, ihnen mehr Beachtung zu schenken und vor allem den Mut finden, mehr bewusste Entscheidungen zu treffen.

Worauf kommt es im Leben an?

Ganz einfach: Auf Deine Entscheidungen.

Die Freiheit sich zu entscheiden, ist ein großes Privileg und das höchste Geschenk des Lebens an Dich.

Dein Problem ist nicht die mangelnde Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Dein Problem ist, dass Du manchmal gar keine Entscheidung triffst, oder zu lange zögerst.

Keine Entscheidung zu treffen, ist auch eine Entscheidung, aber eine sehr destruktive und unkreative Art. In diesem Fall wirst DU vielmehr von einer Entscheidung getroffen, und das tut verdammt weh. Glaube es mir, ich habe das oft am eigenen Leib gespürt.

Mein Großvater sagte:

Träume und plane weniger, aber dafür entscheide Dich öfter.

Du hast sicher auch viele Träume und Wünsche. Du willst so vieles erreichen und gutes tun. Du sehnst Dich nach Glück, Zufriedenheit und Weltfrieden. Aber Du bist nicht bereit Entscheidungen für ein Leben zu treffen, wonach Du Dich sehnst.

Dafür verschiebst Du diese Entscheidungen, auf morgen, übermorgen, nächstes Jahr und auf bessere Zeiten. Aber diese Zeiten werden niemals kommen. Das ist eine Fata Morgana*, der Du ewig hinterher rennen wirst. Du wirst irgendwann verdursten und Deine Entscheidungen auf das nächste Leben verschieben müssen.

Du hast Angst Entscheidungen zu treffen

Ich erzähle Dir hier bestimmt nichts neues und Du weißt, dass Du manchmal Angst vor Entscheidungen hast. Ich auch! Und so bleiben wir beide stehen und erwarten, dass andere für uns die Welt verändern.

Du hast Angst zu versagen, falsch zu liegen, Fehler zu machen und zum Spot anderer zu werden. Nicht nur das, Du hast auch Angst Sicherheiten und materielle Dinge loszulassen.

Du glaubst, Du würdest alleine stehen, wenn Du unbequeme Entscheidungen triffst. Stimmt’s?

Treffe „falsche“ Entscheidungen, aber treffe eine!

Sich zu entscheiden ist nicht einfach, ich weiß es zu gut! Das ist aber die einzigste Option, wenn Du Dein Leben in die Hand nehmen willst und nach deinen eigenen Werten leben willst.

Sich zu entscheiden, bedeutet nicht immer, dass Du die „richtige“ Entscheidungen triffst oder Erfolg damit hast. Es heißt auch, unbequem Wege zu gehen, Verluste in Kauf zu nehmen und Niederlagen hinzunehmen.

Ja, manchmal tut man damit anderen, oder sich selbst, auch weh!

Was passiert, wenn Du keine Entscheidungen triffst?

Na, dann wirst Du zu Freiwild. Damit sagst Du „Ich treffe die Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen. Ich bin mit allem einverstanden, was mir jetzt geschieht!” Du ziehst Dich aus der Verantwortung, und so wirst Du mit voller Wucht von irgendeiner Entscheidung getroffen.

Weißt Du, das ist nichts böses, aber das Leben will weiterfliessen und wer im Weg stehen bleibt, wir einfach mitgerissen.

Ja, es ist besser eine angeblich falsche Entscheidungen zu treffen, als gar keine. So kommt wenigsten etwas in Bewegung. Du gehst ein Schritt weiter, machst Erfahrungen und lernst daraus. Wenn das Ergebnis Dir nicht gefällt, dann machst Du es beim nächsten Mal einfach anders.

Klar, es gibt wenige Situationen im Leben, wo Du keine zweite Chance bekommst. Aber so ist es eben manchmal im Leben.

Kopf abschalten, Herz einschalten und Entscheidungen treffen

Hin und wieder macht es Sinn, den Verstand uns den Kopf mit einzubeziehen, gar keine Frage! Bei den meisten Entscheidungen jedoch, brauchst Du die beide nicht. Du brauchst nur eins: Dein Herz!

Der Verstand muss erst nach einem Warum suchen und ist nicht objektiv. Er braucht Sicherheiten und fragt sich „Was habe ich davon, wenn ich diese Entscheidung treffe?“ Und genau diese Frage hindert Dich daran, neue Möglichkeiten zu entdecken.

Sich zu entscheiden bedeutet auch ins Neuland zu reisen und das Unbekannte zu entdecken.

Das Herz dagegen stellt keine Fragen. Es hält für Dich eine Antwort bereit. Sie offenbart sich als unmittelbares Wissen in Form Deiner inneren Weisheit. So spürst Du zum Beispiel, ob sich eine Entscheidung gut oder schlecht anfühlt.

Also, schalte Deine Kopf ab und nimm Deine bevorstehende Entscheidung ins Herz. Dort kann sie sich entfalten und zeigen. Das ist so, als Du die Samen unsichtbar für das Auge im warmen Schoss der Muttererde hineinlegst. Dort kann sich Deine Entscheidung nähren, wachsen und entfalten.

Herzensentscheidungen treffen, aber wie?

Ich möchte Dir ein kleines Ritual für Herzensentscheidungen mitgeben, das ich von meinem Meditationsleher gelernt habe. Es ist unkonventionell und geht ganz einfach. Anfangs brauchst Du etwas Zeit dafür, aber wenn Du es verinnerlicht hast, kannst Du auch die kleinen Alltagsentscheidungen damit treffen:

Bist Du bereit? Los geht’s:

So triffst Du Herzensentscheidungen:

  • nimm Dir etwas Zeit und such Dir einen ruhigen Platz
  • versuche aus dem Kopf rauszukommen, in dem Du ein paar Mal tief ein- und ausatmest
  • komme zur Ruhe und konzentriere Dich auf deine Brustmitte
  • spreche die bevorstehende Entscheidung innerlich aus. Wenn verschiedene Optionen zur Auswahl stehen, spreche sie nach einander innerlich aus
  • halte kurz inne und und achte auf dein Körpergefühl
  • wie fühlt sich Diese Entscheidung an? Wie fühlst Du Dich dabei?
  • treffe dann mit einem kraftvollen „JA“ die Entscheidung, die sich für Dich stimmig anfühlt.
  • und dann nimm diese Entscheidung in Dein Herz, stelle Dir vor Deinem geistigen Augen vor, wie Dein Herz sich öffnet und Deine Entscheidung in sich aufnimmt. Wie ein freudvoller Gastgeber, der seinen Gast ins Haus lässt.

Danach sollst Du sie einfach loslassen und darauf vertrauen, dass es gut wird. Hinterfrage niemals, warum sich eine Entscheidung gut anfühlt und eine andere nicht. Die Gründe dafür, wirst Du später vielleicht später erfahren. Vertraue einfach.

Bei größeren Entscheidungen kannst Du das Ritual ergänzen:

Schreibe Dir (mit Block und Stift) einen Brief aus der Zukunft, als wenn Du diese Entscheidung getroffen hättest. Beschreibe, wie es Dir dabei geht und wie dein Leben aussieht. Stecke den Brief in einen Umschlag, lass ihn 1-2 Tage liegen und dann sende ihn per Post an Dich. Nach dem Du Deinen eigenen Brief bekommen hast, lese ihn noch mal durch, achte darauf, wie beim Lesen Dein Körper darauf reagiert. Wie fühlst Du Dich dabei. Danach wirst Du wissen, was zu tun ist.

Ich schreibe mir auch die kleinen Entscheidungen auf einen Zettel, und lasse sie mindestens 3 Tage liegen. Danach lese ich sie bei einem Spaziergang in der Natur oder nach einer Meditation. Dieses Ritual hat mir immer geholfen.

Tu’ Dir ein Gafallen: Bereue niemals eine Entscheidung, egal wie das Ergebnis aussieht. Vertraue darauf, dass Du zum Zeitpunkt der Entscheidung, Dein Bestes gegeben hast. Oft führen Dich Umwege zum Ziel. Wenn Du Dich für alle Möglichkeiten öffnest, dann werden Deine Vorstellungen bei weitem übertroffen.

Du wirst mehr erreichen, als das, was Du je geträumt hast.