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Mit Entschleunigen gegen Rastlosigkeit - 6 Tipps, die sofort helfen

Entschleunigen schafft mehr Lebensfreude. Ich habe vor ein paar Jahren in einer TV-Sendung gesehen, wie ein Verkehrsexperte Tipps für eine entspannte Urlaubsfahrt gegeben hat. Unter anderem hat er empfohlen, dass der Fahrer nach etwa 60 Minuten eine Pause machen soll.

Also den Parkplatz anfahren, sich etwas bewegen, ein paar mal tief ein- und ausatmen, in die Weite schauen und etwas trinken. Auf diese Weise ist die Fahrt ohne Stress und man kommt vor allem entspannt an.

Was kannst du von diesem Tipp fürs Leben lernen?

Du lebst heute in einer sehr schnelllebigen Zeit und bewegst dich mit rasanter Geschwindigkeit durchs Leben. Dadurch wird dein Körper schnell müde und dein Geist stumpf.

Wenn du hier nicht bewusst entschleunigst und dir keine Zeit für Pausen nimmst, dann wirst du irgendwann ausgebrannt sein.

Die Angst vor dem Entschleunigen

Viele Menschen trauen sich nicht das Wort “Entschleunigen” auszusprechen und haben Angst, gleich als ein fauler Mensch abgestempelt zu werden, der sich vor Aufgaben drücken will.

Oder du denkst, wenn du langsamer wirst, dann verlierst du wertvolle Zeit, die du woanders produktiver gestalten könntest! Ein fataler Irrtum.

Entschleunigung ist alles andere als faul herumsitzen, Null-Bock-Mentalität oder den ganzen Tag zu meditieren.

Sie ist auch keine verlorene Zeit, im Gegenteil, du gewinnst Zeit, wenn du entschleunigst.

Entschleunigen ist notwendig, wenn du auf der Autobahn des Alltags keine Unfälle verursachen willst. Sie ist der Schlüssel zu einer freien und entspannten Fahrt durch dein Leben.

Kennst du deine Geschwindigkeit?

Um dir klar zu machen mit welcher Geschwindigkeit du durchs Leben rast, schreibe dir einmal alle deine Aktivitäten, Handlungen und Aufgaben im ganz normalen Alltag auf. Du wirst staunen, was du alles an einem einzigen Tag erledigst.

Was bringt dir die Entschleunigung?

Sie ist die Tankstelle auf der Autobahn des Lebens. Sie schafft in dir Freiräume und führt dich zu deiner inneren Mitte, wo du Kraft und Energie tankst.

Aus deiner inneren Mitte heraus kannst du deinen Alltag nicht nur wunderbar meistern, du kannst ihn auch geniessen und Freude dabei empfinden. Und das ist gleichzeitig die Wunder-Nahrung für deine Seele.

Entschleunigen ist ganz einfach

Ja, das ist es! Um zu entschleunigen brauchst du keine Seminare, pauschale Ratgeber und keinen Urlaub. Du musst einfach den Parkplatz anfahren, so wie der Verkehrsexperte gesagt hat.

Entschleunigen ist vor allem eine Entscheidung, die du bewusst treffen musst, ohne dich von anderen, angeblich wichtigen Dingen, ablenken zu lassen.

6 Wege, die dich sicher entschleunigen

Hier ein paar kleine Möglichkeiten, die du ohne größere Zeitaufwendung in deinen Alltag integrieren kannst.

1. Sag einfach Stopp!

Immer wenn es dir alles zu viel wird, sag einfach innerlich Stop! Halte inne, lass’ alles liegen und stehen und atme ein paar Minuten tief ein und aus.

2. Achtsame Augenblicke erleben

Sie bringen dich in den gegenwertigen Moment zurück: kurz die Wolken anschauen, den Lieblingsduft riechen (z.B. Lavendel), einen Vogel beobachten, ein Lied hören, genussvoll trinken oder ein Häppchen essen.

3. Schaue dein Nasenspitze an

Ja, du hast richtig gelesen. Wenn zu viele Gedanken in deinem Kopf herumtoben und dich stressen, dann schaue 10 Sekunden lang deine Nasenspitze an. Es siehst zwar ziemlich blöd aus, aber es hilft. Das ist eine uralte Kundalini Meditation und sehr wirkunsvoll. Probiere es gleich aus.

4. 60 Sekunden Atempausen

Stelle dir alle 60 Minuten einen Wecker oder eine Erinnerung. Stehe auf, öffne das Fenster (ja, auch im Winter) und atme ein paar mal tief ein und aus. Spüre wie die frische Luft durch deinen Körper strömt und zwar bis zu deinen Zehenspitzen. Diese Übung gibt dir Kraft für 60 Minuten produktives Arbeiten. Eine gute Investition, oder? Sie wirkt besser als jeder Energiedrink und ist 100% natürlich.

5. Schüttel dich ab

Manchmal haftet an einem zu viel Mist und negatives. Es hilft ungemein, wenn du es von dir einfach abschüttelst. Dazu stellst du dich hin und schüttelst deinen ganzen Körper solange, bis du das Gefühl hast, dass alles von dir weggefallen ist. Ein Tipp: Mach diese Übung jeden Abend vor dem Schlafengehen und schüttle alles ab, was an dir anhaftet.

6. Geh’ einfach mal raus

Ein kurzer Spaziergang draußen kann Wunder wirken. Egal wie das Wetter draussen ist, unternehme einen kurzen (oder langen) Spaziergang. Da ist alles drin: Bewegung, frische Luft und ganz viele Glücksmoment. Und BITTE das Smartphone NICHT mitnehmen.

Ganz wichtig:
Alle diese Übungen kosten dich sehr wenig Zeit und sind kleine Investitionen für mehr Wohlbefinden und Lebensfreunde, also nutze Sie auch.

Fazit:
Ja, der Verkehrsexperte aus der TV-Sendung hat recht. Wenn du dir mehr Pausen gönnst, deine Geschwindigkeit variierst und rechtzeitig tankst, dann hast du Freude am Fahren und kommst entspannt ans Ziel. Und nicht so selten, schneller als die Raser!

Also, lebe entschleunigt!

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Gehen dir manchmal die ganzen Mainstream Themen, die sich ständig wiederholen, nicht auf den Geist? Hier liest du, warum die Mainstram Spiritualität dich in deiner Entwicklung nicht weiterbringt.
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