Die such nach dem Glück und...

Möchtest du glücklicher und zufriedener werden und fragst dich, warum dir das bisher noch nicht gelungen ist? Manchmal liegt es ganz einfach daran, dass wir unser Glück an der falschen Stelle suchen. Oder wir haben uns etwas angewöhnt, das unserem Glück ganz und gar abträglich ist.

Es ist wichtig zu wissen, was uns daran hindert, glücklich zu sein. Nur so können wir diese Dinge ein für alle Mal aus unserem Leben streichen.

Was also sind die häufigsten Fehler, die wir auf der Suche nach dem Glück begehen?

1. Du lebst in der Vergangenheit oder Zukunft

Wenn es bei dir glückstechnisch noch nicht so rund läuft, dann lebst du vielleicht noch in der falschen Zeit. Ein glückliches Leben wird in der Gegenwart geschrieben. Und nur hier.

Es setzt voraus, dass du achtsam durchs Leben gehst und dir immer mal wieder bewusst den aktuellen Moment vor Augen führst.

Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben – (Marie von Ebner-Eschenbach)

Manche Menschen sind mit ihren Gedanken ständig in der Vergangenheit. Vielleicht weil sie meinen, dass früher alles besser war. Vielleicht aber auch, weil sie in der Vergangenheit Schlimmes erlebt und diese negativen Erfahrungen nicht abschütteln können.

Es ist nicht immer leicht loszulassen, aber wenn wir keinen Frieden mit unserem emotionalen Ballast schließen können, verpassen wir es, uns weiterzuentwickeln und neue positive Erfahrungen zu sammeln. Und wer stets die Vergangenheit verherrlicht, bringt sich selbst um die wunderbaren Momente, die die Gegenwart zu bieten hat.

Noch häufiger als in der Vergangenheit leben wir Menschen heutzutage aber in der Zukunft. Das haben wir so gelernt. Wir alle wachsen in dem Glauben auf, dass das Wichtigste in unserem Leben in der Zukunft passieren wird.

Als Kinder lernen wir gut in der Schule zu sein, damit wir studieren können. Im Studium machen wir genau das, was uns gute Jobchancen liefert. Und sobald wir den Job haben, setzen wir alles daran, möglichst bald eine Beförderung zu bekommen und aufzusteigen.

Kurzum: wir haben gelernt ständig auf ein Ziel in der Zukunft hinzuarbeiten. Das ist an sich nicht verkehrt. Das Problem ist nur, dass wir darüber vergessen, die Gegenwart zu genießen. Wir alle kennen den Gedanken: „Wenn erst mal….., dann werde ich glücklich sein“.

Doch dieser Gedanke ist ein Trugschluss.

Denn das vermeintliche Glück, das du verspürst, wenn du eines dieser Ziele erreicht hast, ist häufig nur die Erleichterung darüber, dass ein unangenehmer Zustand endlich vorbei ist. Wer schon mal für eine Prüfung oder ähnliches gelernt hat, weiß das.

Du wirst also nicht glücklicher sein, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Um aus der Tretmühle auszubrechen, sein Leben ständig dem nächsten zukünftigen Ereignis unterzuordnen, muss man seinen Alltag insgesamt zufriedenstellender gestalten. Denn echte Zufriedenheit entfaltet sich in jedem Moment, an jedem noch so belanglosen Dienstag.

2. Du vergleichst dich ständig mit anderen

Im Grunde wissen wir alle, dass wir es nicht machen sollen, aber wir tun es trotzdem. Wir vergleichen uns mit anderen.

Es liegt in unserer Natur uns ständig zu vergleichen. Wer mehr hatte als die anderen, hatte früher bessere Überlebenschancen.

Leider ist diese Programmierung noch immer in uns drin und führt dazu, dass wir alle ständig auf irgendetwas und irgendjemanden neidisch sind. Den Erfolg des Bruders, das Auto des Nachbarn, die langen Haare der Freundin…

What good is envy? It’s the one sin you can’t have any fun at. – (Charles Munger)

Oft definieren wir unser ganzes Leben über Vergleiche. Das Problem dabei: Gewinnen können immer nur ganz wenige. Nämlich die, die ganz oben auf dem olympischen Treppchen stehen. Schon der Silbermedaillengewinner ärgert sich darüber, Gold knapp verpasst zu haben.

Wir sollten unser Glück aber niemals an etwas hängen, das so rar ist.

Und das gilt insbesondere zu Zeiten von Internet, TV und Co. Denn während man sich früher lediglich mit der Dorfschönheit oder dem Jahrgangsbesten vergleichen konnte, müssen wir uns heutzutage mit den schönsten, talentiertesten und erfolgreichsten Menschen der ganzen Welt messen.

Dass wir diesen Vergleich nur verlieren können, ist klar. Und das führt dazu, dass:

  • unser Selbstvertrauen sinkt,
  • wir unzufrieden, traurig, wütend oder aggressiv werden und
  • jegliche Freude über die eigenen Erfolge im Keim erstickt wird.

Es gibt immer jemanden, der mehr hat. Das ist übrigens bei den Superreichen nicht anders. Freu dich über ihre Erfolge und lasse dich von ihnen inspirieren oder motivieren. Aber ansonsten gilt: Sie leben ihr Leben und du lebst dein Leben! Punkt!

Was du konkret tun kannst, um Neid zu bekämpfen, erfährst du hier.

3. Du setzt aufs falsche Pferd

Leider rennen wir sehr häufig den falschen Zielen hinterher und suchen das Glück dort, wo es nicht zu finden ist.

Das ein glückliches Leben nicht durch Reichtum oder Konsum zu erreichen ist, wissen die meisten inzwischen. Aber selbst, wer sich für aufgeklärt hält, übersieht manchmal die Feinheiten.

Ein Beispiel gefällig?

Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung davon, was es heißt, Glücklich zu sein. Sie erwarten, dass dann für immer alles gut wäre.

So als würde man in einem Hollywood-Film das Happy End erreichen: Alle Krisen sind überwunden, alle Probleme aus dem Weg geräumt, die Hauptdarsteller haben sich gefunden und die verfeindeten Gruppen sind ausgesöhnt.

Aber warum sollte das so sein? Das Leben entwickelt sich doch fortlaufend weiter.

Nur weil du mit dir selbst im Reinen und zufrieden mit deinem Leben bist, heißt das noch nicht, dass du nicht mehr krank werden oder in einen Unfall verwickelt werden kannst. Es schützt dich nicht davor, verlassen zu werden oder deinen Job zu verlieren (auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt).

Und natürlich wird es Tage geben, an denen du einfach überhaupt nicht gut drauf bist.

Das gehört zum Menschsein und Leben dazu.

Ein anderes Beispiel: Alle hoffen immer auf das große Glück, das sich mit Paukenschlag ankündigt. Der Lotto-gewinn! Der Schwarm, der dir im Fußballstadium einen Antrag macht!

Dabei wird ein glückliches Leben durch die Summe zahlreicher kleiner Glücksmomente bestimmt. Es kommt also nicht so sehr auf die Intensität der Glücksgefühle an sondern auf ihre Häufigkeit. Viele kleine Momente des Glücks zu genießen, ist besser als wenige große zu haben.

Und kleine Momente des Glücks können wir uns doch alle bescheren: eine Tasse Kaffee mit allen Sinnen genießen, die Beschäftigung mit dem Lieblingshobby, eine Unterhaltung mit dem Freund/der Freundin…

Und wenn wir dann wirklich im Moment leben, und ohne jeden Neid tief in uns hineinhören, werden wir feststellen, dass es doch eigentlich die ganze Zeit schon da ist: Das kleine Lebensglück.