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Lebe großartig

Weißt Du, wer Dir im Weg steht? Kennst Du eigentlich Deinen größten Feind? Weißt Du, wer Dich daran hindert, ein erfülltes und zufriedenes Leben zu führen? Vielleicht weißt Du es bereits. Aber vielleicht auch nicht. Du wirst es kaum glauben, es ist jedoch die Wahrheit:

Du!

*Du bist derjenige, der Dir das Leben so schwer macht. *

Du bist zu streng mit Dir und nörgelst ständig an Dir herum. Du kritisierst Dich, wenn etwas schief läuft und bist ungeduldig mit Dir.

Du bist der Bösewicht, der Dir das Leben zur Hölle macht und stehst Dir selbst massiv im Weg!

Also, hör bitte auf, die Schuld ständig auf Wirtschaft, Politik, Konsum und andere Menschen zu schieben.

Du bist derjenige, der sich selbst ständig einredet:

  • „Ich muss glücklich(er) sein …“
  • „Ich brauche noch mehr …“
  • „Ich muss noch Dies und Jenes besitzen …“
  • „Ich muss noch mehr Erfolg haben …“
  • „Ich muss mir Ziele setzen und die Latte ständig nach oben verlegen.“
  • „Ich muss meine Komfortzone verlassen.“
  • usw. …

Schau Dir doch diese Sätze an. Erzeugen sie in Dir Leichtigkeit und Freude? Oder erzeugen sie Schwere und ziehen Dir die Energie weg?

Neulich habe ich auf einem Blog einen Beitrag gelesen, wie man das Beste aus sich herausholen kann!

Ich dachte: „Hmmm, das Beste aus mir herausholen? Bin ich ein Rennauto?

Und was passiert, wenn ich das Beste aus mir herausgeholt habe? Fängt dann das „richtige“ Leben an? Und was, wenn ich es nicht schaffe? Bin ich dann ein schlechter Mensch, ein Nichtsnutz?

Weißt Du, genau hier fängt Dein Kampf mit Dir an

Eine Stimme, tief in Deinem Herzen sagt: „Hey, Du bist okay. Du bist perfekt. Du bist Gott!“ Und dann kommt die andere Stimme in Deinem Kopf und sagt: „Du musst das Beste aus Dir herausholen!

In unserer Gesellschaft wird es belohnt, wenn Du Dich verausgabst und beim Erreichen Deiner Ziele verreckst! Dann bist Du ein Märtyrer, ein Held!

Ja, Du kannst immer wieder versuchen, das Beste aus Dir herauszuholen, aber wer zahlt bitte den Preis dafür? Wer verbringt die beste Momente seines Lebens damit, einem dummen Gedanken hinterher zu rennen?

Genau, Du!

Wenn Du Dich ständig nach Leistungen, Zielen, Konsumgütern, einem besseren Körper, besseren Zeiten und mehr Glück ausrichtest und Deine Erfüllung dort siehst, bekommst Du viele Pokale und Trophäen, das stimmt!

Aber Du zahlst einen hohen Preis dafür: ein halbherzig gelebtes Leben.

In Wirklichkeit hast Du gar nicht gelebt, Du warst nicht da, als das Leben stattgefunden hat.

Lebe großartig

Stell Dir vor, Du musst nichts erreichen, Du brauchst keine Ziele und musst nicht das Beste aus Dir herausholen.

Alle Qualitäten, die Du anstrebst, wirst Du niemals finden. Denn, wie willst Du etwas finden, was Du schon bist?

Das Einzigse, was Du tun musst: Lebe Deine Qualitäten,  und zwar nicht irgendwann in der Zukunft, die nur als Gedanke existiert, sondern JETZT! In diesem Moment!

Probier es doch gleich mal aus:

Schließ kurz Deine Augen und richte Deine Aufmerksamkeit in Deinen Körper. Spüre die Lebendigkeit in Dir, das Prickeln, die Stille. Jetzt mal ganz ehrlich: Hast Du das Gefühl, dass dort etwas fehlt?

Wenn Du Lebendigkeit, Prickeln und Stille gespürt hast, dann hast Du alle Qualitäten, die Du brauchst, um ein Leben voller Wunder zu leben.

7 Möglichkeiten, wie Du mehr Zauber und Leichtigkeit in Dein Leben bringen kannst:

#1 Kleiner und weniger

Lebst Du Dein eigenes Leben oder rennst Du irgendwelchen gesellschaftlichen Normen nach? Schau, wo Du in Deinem Leben mit weniger zurecht kommen kannst und ändere es. Frage Dich öfter, ob wirklich das richtige für Dich ist.

#2 Die Messlatte niedriger setzen

Versteh mich nicht falsch: Ziele setzen ist okay und auch, sie erreichen zu wollen! Mach aber Deine Lebensfreude und die Qualität Deines Lebens nicht davon abhängig, ob Du sie erreichst und habe den Mut, Deine Ziele zu ändern oder ganz zu streichen. Versuch doch mal eine Zeitlang, ohne Ziele zu leben und schau, wie es sich anfühlt.

#3 Schaffe mehr Räume

Mein Grafikdesign-Lehrer hat immer gesagt:

Wenn Du etwas gestaltest, schaffe Räume und gib dem Betrachter die Chance, sich seine eigene Dimension vorzustellen. Stell nicht alles voll!

Und weißt Du, er hatte Recht. Genau darum geht es auch im Leben: Das Leben braucht Räume, damit das Sein sich durch Dich erfahren kann. Schaffe vor allem in Deinem Kopf Räume zwischen Deinen zwanghaften Gedanken.

#4 Setz Dir keine Ziele

Es gibt etwas viel Besseres als Ziele: Eine kleine Ahnung von etwas zu haben und dann einfach ins Tun zu kommen und loszulegen. Überlasse alles andere dem Leben, es wird schon alles richten. Sein und Tun sind die beste Freunde !

Wenn Du dem Leben nicht vertraust, dann frage Dich, wie Du zur Welt gekommen bist. Wenn das Leben so etwas Wundervolles wie Dich erschaffen hat, dann wird es auch etwas Wundervolleres mit Dir vorhaben.

Also vertrau, mach den nächsten notwendigen Schritt, lausche, und dann mach den nächsten Schritt, usw.

#5 Mach täglich Urlaub in Tahiti!

Der Schriftsteller „Herman Melville“  schreibt in seinem legendären Roman „Moby Dick“ folgendes:

Wie der schreckliche Ozean das grüne Land umgibt, liegt in der Seele des Menschen eine Insel Tahiti, voller Frieden und Freude, doch sie ist umgeben von den Schrecken des nur halb gelebten Lebens.

Manchmal können die Lebenssituationen schrecklich sein, aber „Deine Insel Tahiti“ ist immer da, nimm Dir Zeit für sie, es liegt an Dir!

#6 Und gönne dir jeden Tag ganz viel Nichtstun

Nichtstun wird in unserer Gesellschaft als verlorene Zeit betrachtet. Viele Menschen bekommen Panik, wenn sie nichts zu tun haben. Aber gerade das Nichtstun ist die Inspiration für die Schöpfung. Im Nichtstun tankst Du Energie und schaffst Räume für schöpferische Gedanken und Kreativität. Ein paar Tipps findest Du hier.

#7 Diene, anstatt zu kritisieren und zu jammern

Das Leben gibt Dir täglich kleine und große Möglichkeiten zu dienen. Es müssen nicht immer die großen Taten sein. Gerade die kleineren Taten sorgen für ein dauerhaft zufriedenes Leben. Du kannst z.B. die Einkaufstasche einer alten Dame tragen, im Zug jemandem helfen, seinen Koffer zu verstauen, im Supermarkt an der Kasse jemanden vorlassen, eine Plastikflasche aufheben und in den Müll werfen oder alle Deine Münzen an einen Bedürftigen geben.

Und das Beste am Dienen ist, dass Du für all diese „kleine“ Taten etwas Großartiges spürst: tiefe Dankbarkeit und das Glück, hier zu sein.

Und bitte versuche niemals, das Beste aus Dir herauszuholen.

Denn Du bist schon das Beste, was es gibt!

Es gibt nichts Besseres.

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Wer heute wahre Freiheit erlangen will, muss sich mehr anstrengen und auch mal unangenehme Fragen gegenüber stehen. Fragen, die das eigene Leben aufmischen und die eingefahrene Sichtweisen zerstören
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