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Warum Negativität dein Leben vergiftet und wie du dich in der offenen Natur des Lebens entspannen kannst

Wir sind zu einer Gesellschaft der Problemsüchtigen geworden. Tagein tagaus beschäftigen wir uns damit, wie und welches “Problem” wie lösen können. Kaum ist ein sogenanntes Problem gelöst, erschaffen wir ein neues. Dieser Kreislauf ist bei vielen zu einer Gewohnheit geworden.

Wir rennen mit einem tiefen Gefühl der Schwierigkeit durch den Alltag und sehen alles durch diese vernebelte graue Brille. Es scheint keine Ende in Sicht zu sein.

Auch dann, wenn wir einen spirituellen Weg einschlagen, uns mit Yoga, Meditation, Familienaufstellung, Schatten- und Prozessarbeit beschäftigen, hört diese Sucht nicht auf. Wir wollen ein Muster nach dem anderen lösen und investieren so viel Zeit und Energie dafür.

Wir sehnen uns nach Probleme weil unsere Sicht auf Negativität fixiert ist.

Es gibt ein Teil in dir, der sich von dieser negativen Energie ernährt. Dieser Teilselbst wird in allem und in jeder Person etwas finden, was ihm nicht gefällt. Er wächst mit jedem Problem und wird nach jeder angeblichen Lösung noch größer und mächtiger. Es lässt dich glauben, dass du durch die Lösung ein Problem weniger hast, aber es ist genau umgekehrt.

Negativität ist Gift für den Geist!

Negativität macht sich im Alltag durch Stress, Sorgen, Ängste, Frustration und Unzufriedenheit bemerkbar. Du versuchst dich zu beruhigen, in dem du dich mit ihnen beschäftigst, Lösungen findest und Pläne schmiedest. Es gibt dir ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle.

Vorsicht!

Wenn deine Handlung von der Negativität beeinflusst wird, hast du immer noch das Gefühl, dass du noch mehr tun musst oder Dinge anders machen solltest. Das ist die Falle der Negativität! Sie ist die Unersättlichkeit des Egos nach noch mehr negativen Ereignissen, nach noch mehr Problemen und nach noch mehr Lösungen.

Im Grunde ist Negativität völlig unnötig und überflüssig. Das Leben ist grundlegend positiv und nicht das Problem, es ist sogar die Lösung. Wir können uns in der grundlegenden offenen Natur unseres Lebens ausruhen und entspannen. Aus dieser Entspannung heraus können wir dem Leben voll und ganz vertrauen.

Die Faszination der Negativität

Das Leben fühlt sich manchmal instabil an und das gefällt dir nicht. Alles fühlt sich unsicher an, alles verschiebt sich von Zeit zu Zeit und ist für unseren Geschmack nicht beständig genug. Es macht uns nervös, wütend, unzufrieden und ängstlich. Dein Selbstteil, das sich immer unsicher fühlt, mag die Unbeständigkeit des Lebens nicht.

Wir suchen oft nach Gewissheit, nach einem System, das endlich funktioniert. Wir verstehen aber nicht, dass das Leben so nicht funktioniert.

Ja, das Leben ist unruhig, unsicher und unplanbar! Das müssen wir endlich akzeptieren. Wir bewegen uns ständig und unterbrochen auf dem Wasser des weiten offenen Ozean namens Leben.

Ich gebe zu es ist auf dem ersten Blick beängstigend, dieser Tatsache in die Augen zu sehen. Wenn wir uns jedoch bewusst und offen auf das Abenteuer einlassen, dann erfahren wir eine noch nie da gewesene Schönheit, die uns den Atem raubt.

Wenn du die Sicherheit und das zwanghafte “Wissen-Wollen” hinter dir lässt, wenn du die Kontrolle aufgibst, dann kann sich das Leben durch dich wirken.

Das Leben ohne Kontrolle und Sicherheit ist fließend, unbestimmt und es bringt dich in jedem Augenblick zum staunen. Es überrascht dich andauernd und ist alles andere als langweilig.

Komm’ zur Ruhe. Entspanne dich!

Die grundlegende Natur des Lebens ist Offenheit. Offen und fließend sein, ist unser wahres SELBST. Du kannst entweder dich starr und ängstlich verhalten, oder dich in der Offenheit des Lebens entspannen.

Stell dir vor, du lernst es, dich in der offenen und fließenden Natur des Lebens zu entspannen. Du musst nicht mehr alles im Griff haben und kontrollieren. Du lernst dem Leben zu vertrauen und gehst weniger ängstlich und besorgt durchs Leben. Du entdeckst die unbeschreibliche Schönheit und Weite, die in jedem unendlichen Moment steckt.

Das ist kein Märchen. Es ist möglich. Dieser Zustand ist ist deine wahre Natur.

Gib’ dem Leben eine Chance

Schau’ dir diesen Augenblick jetzt an. Lehne ihn nicht ab, egal wie er ist. Nimm ihn einfach so an, wie er ist und wie er sich anfühlt. Urteile nicht. Stecke ihn nicht in irgendeine Schublade und etikettiere ihn nicht. Tauche in diesen Augenblick ein und verweile dort für eine Weile.

Akzeptiere, dass das Leben offen, fließend und total beweglich ist. Nichts bleibt, wie es ist. Nichts ist sicher. Wir können versuchen zu planen, Sicherheiten zu schaffen und uns über Gott und die Welt Sorgen zu machen. Aber in Wahrheit braucht das Leben keine Sicherheit und ist unplanbar. Es ist von Natur aus offen, dynamisch und grenzenlos.

Schalte für einen Moment deinen Verstand ab

Spüre einfach die göttliche Offenheit der Natur und all dessen, was dich gerade umgibt. Und jetzt schließe dich selbst mit ein. Und nun spüre, dass du diese OFFENHEIT bist.

Deine Gefühle, Gedanken, Ängste und Sorgen kommen und gehen. Sie sind von verschiedener Beschaffenheit. Mal sind sie heftig und bleiben länger bei dir und mal sind sie einfach und verschwinden schnell. Wenn du jedoch diesen Augenblick mit all deinen Gefühlen, Ängsten und Sorgen annimmst, dich nicht an sie klammerst oder versuchst krampfhaft sie zu ändern, dann sind sie einfach Empfindungen und Zustände, die in diesem Augenblick auf der Leinwand deines Lebens auftauchen und wieder verschwinden.

Währenddessen kannst du dich in der großen Offenheit des Augenblicks ausruhen und entspannen. Ich behaupte nicht, dass es einfach ist, es fordert etwas Übung und Durchhaltevermögen. Es braucht vor allem dein klares JA zu diesem Moment und zum Leben. Und es braucht dein klares JA zu DIR selbst.

Dein Ego oder dein kritisches Teilselbst wird sich natürlich immer dazwischen schieben wollen. Es hat kein Interesse daran, dass du dich ausruhst. Es wird diese Erfahrung ablehnen oder dir eine Reihe von Gedanken und Ängste auftischen, warum du dem Leben nicht vertrauen sollst. Das ist in Ordnung. Kämpfe nicht dagegen. Gib dieser Stimme in dir einen Platz, mit der Zeit wird sie ruhiger und leiser.

Die Offenheit des Lebens ist immer und überall verfügbar. Du kannst in jedem Augenblick darauf zugreifen und dich dort entspannen. So wächst dein Vertrauen in das Leben und in dir SELBST.

Weißt du im Grunde ist es so: Wenn es dir schwer fällt von der Negativität Abstand zu nehmen deinen Ängsten, Gedanken und Emotionen loszulösen, dann übergebe alles dem Gott.

Anstatt uns in selbstzerstörerischer Anmaßung selbst zu verurteilen,…können wir es wagen uns Gott zu übergeben. Ganz und gar. (Sebastian Gronbach)

Mein Gott, nimm alles mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Gott, gib alles mir,
was mich führet zu dir.

Mein Gott, nimm mich mir
und gib mich ganz
zu eigen dir.“


Photo by Craig Whitehead

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Wer heute wahre Freiheit erlangen will, muss sich mehr anstrengen und auch mal unangenehme Fragen gegenüber stehen. Fragen, die das eigene Leben aufmischen und die eingefahrene Sichtweisen zerstören
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