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Respekt!

Ich meine jetzt nicht für die Welt-, Religion- oder Kulturgeschichten. Damit meine ich deine eigene persönliche Lebensgeschichte! Interessierst du dich dafür? Kennst du ihre Höhen und Tiefen? Oder versteckst du sie im Keller deines Lebensarchivs? Und jedes Mal, wenn du die Tür zu diesem Keller anschaust, läuft es dir kalt den Rücken runter.

Dir wird es mulmig, du starrst sie an, findest du aber jedes Mal einen Grund und eine Ausrede, sie nicht aufzumachen.

Stimmt’s?

Wir interessieren uns oft, was vor Millionen von Jahren auf der Erde passiert ist.

Wir wissen die kleinsten Details über Dinosaurier und die Entstehung der Erde.

Wir wissen sogar viel über die Entstehung des Universums und andere Planeten.

Aber unsere eigene persönliche Lebensgeschichte lässt uns kalt.

Na gut, du kennst vielleicht ein paar Eckdaten, z.B. dein Geburtstag, dein erster Schultag, die/der erste Freundin/Freund, deine Hochzeit.

Du kennst möglicherweise auch ein paar angenehme und unangenehme Situationen aus deinem Leben.

Aber was weißt du WIRKLICH über dich?

Wie gut kennst du dich?

Wie sieht im Inneren der Frau/des Mannes aus, der gerade diese Worte liest?

Du liest Geschichtsbücher, schaust Dokumentationen über alles mögliche an. Aber dein eigenes Geschichtsbuch lässt du unangetastet.

Warum eigentlich?

Ok, es gibt in deinem Geschichtsbuch Kapitel, die immer noch dein Herz schmerzen.

Es existieren Seiten, die du am liebsten ausreisen und verbrennen würdest.

In deinem Buch sind Geschichten von Lebenskrisen, und du denkst: „Ich bin froh, dass das vorbei ist“!

Das kenne wir doch alle, nicht wahr? Glaube es mir, ich kenne das auch und weiß, wovon ich rede.

Aber weißt du, wenn du diese Kapiteln und Seiten ignorierst, änderst du nichts an den Verlauf deiner Lebensgeschichte.

Ganz im Gegenteil.

Du verstrickst dich immer mehr, du suchst immer öfter nach besseren Verstecktplätzen im Keller.

Es nutzt aber alles nichts, denn alle diese Ereignisse und Geschichten haben dich zu der Person gemacht, die du heute bist.

Du kannst nicht davon laufen, egal wo du gerade in deinem Leben stehst.

Du trägst all diese Geschichten und Erfahrungen in dir. Sie sind in dein Fleisch und Blut eingewachsen und in deinem Nervensystem manifestiert.

Deine Geschichte ist wichtig

Und jetzt ist die beste Zeit dein eigenes Geschichtsbuch aufzuschlagen.

Warum?

Wie in jedem guten Geschichtsbuch steht auch in deinem Buch  alles, was du wissen musst:

Dort stehen Antworten auf alle deine Fragen geschrieben und nur dort findest du Heilung für deine Wunden.

Auch der Weg zu mehr Glück, innerem Frieden und Zufriedenheit steht in deinem Geschichtsbuch geschrieben.

Deine Lebensgeschichte ist dein Zuhause!

Aber WIE und WO anfangen?

Lass uns erst mal mit dem WO beginnen:

Für das WO gibt es nur eine einzige richtige Antwort:

Du fängst am besten bei dir an, in dem du deiner eigenen persönlichen Lebensgeschichte RESPEKT entgegen bringst!

Allein so ist eine Versöhnung mit deiner persönlichen Lebensgeschichte möglich.

RESPEKT!

Deine Erfahrungen und die Ereignisse in deinem Leben wollen von dir gewürdigt und gesehen werden. Ganz egal wie sie waren.

Es geht nicht darum, deine Geschichte zu bewerten. Es geht nur um Würdigung und Respekt!

Deine Geschichte braucht deine Liebe und deine Umarmung.

Sie will das du endlich das wertvollste Geschichtsbuch aufschlägst und es liest.

Wort für Wort. Seite für Seite. Kapitel für Kapitel. Geschichte für Geschichte!

Das ist das einzig wichtige Geschichtsbuch überhaupt.

Deine Geschichte will, dass du sie kennenlernst. Sie braucht einen Platz in deinem Leben und nicht im Keller.

Und weißt du warum das so wichtig ist?

Wenn du deine eigene Lebensgeschichte respektierst, dann entwickelst du Verständnis für die Lebensgeschichten anderer Menschen.

Du siehst den wahren Menschen hinter jedem Gesicht, zwar unabhängig von seiner Herkunft, Hautfarbe, Kultur, Religion oder sozialen Status.

Der Respekt für die Lebensgeschichte anderen fängt beim Respekt für die eigene an.

Du musst erst lernen, dich und deine Lebensgeschichte zu würdigen, bevor du die Lebensgeschichte deiner Mitmenschen aufrichtig respektieren kannst.

Wenn du dich für deine persönliche Geschichte öffnest, dir und anderen Respekt entgegen bringst, dann beginnen deine Wunden zu heilen.

Deine zwischenmenschlichen Beziehungen verändern sich positiv und du erfährst mehr Glück und Zufriedenheit in deinem Leben.

Hinter jedem Menschen steckt eine persönliche Geschichte, die wir oft nicht kennen. Sie gilt zu respektieren und zu würdigen, ohne sie zu bewerten.

Fang am besten bei dir und mit deiner Lebensgeschichte an.

Ok, und jetzt kommen wir zu WIE

Das WIE ist ganz einfach. Mach das, was die Historiker mit der Weltgeschichte machen:

Schreibe sie einfach nieder!

Ja du hast richtig gehört!

Du hast deine eigene Geschichte und es ist wichtig, dass du sie erzählst, sei es auch nur dir selbst!

Du musst jetzt nicht anfangen deine Lebensgeschichte von Anfang an zu schreiben.

Beginne HEUTE und genau da, wo du gerade in deinem Leben stehst.

Kauf dir ein schönes Notizbuch und schreibe jeden Tag etwas in dein Buch. Du kannst schreiben was du willst:

  • was dich gerade bewegt
  • über Vergangenheit
  • über Zukunft
  • du kannst es führen wie ein Tagebuch
  • schreibe was gut und was nicht so gut war

Schreibe aber jeden Tag ein paar Zeilen. Es kostet dich nur ein paar Minuten Zeit und bewegt so vieles in deinem Leben.

Ja, schreibe dein eigenes Geschichtsbuch und hinterlasse dieser Welt etwas von dir.

Mein Freund Mischa hat schon im letzten Beitrag „Warum Schreiben dein Leben lebenswerter macht“ wertvolle Tipps und Inspirationen zum Thema Schreiben gegeben. Lese den Beitrag und lass dich von seinen Erfahrungen inspirieren.

Das beste kommt zum Schluss…

Und weißt du, wie in jeder spannenden Geschichte gibt es auch in deiner Lebensgeschichte einen richtigen Superheld mit Superkräften:

Jeden Morgen wenn du ins Bad gehst und in den Spiegel schaust, siehst du eine wundervolle Frau oder einen starken Mann. Sie/Er ist der Held deiner Lebensgeschichte.


Zu diesem Beitrag hat mich der Film “Freedom Writers” inspiriert, den ich dir wärmstens empfehlen möchte.

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Gehen dir manchmal die ganzen Mainstream Themen, die sich ständig wiederholen, nicht auf den Geist? Hier liest du, warum die Mainstram Spiritualität dich in deiner Entwicklung nicht weiterbringt.
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