Wie lange jagst du schon das Glück?

Das Glück zu jagen, ist zu einem Volkssport geworden. Viele Menschen rennen rastlos dem Glück hinterher. Kaum sind sie glücklich, klammern sie sich fest daran und versuchen es mit allen Mitteln festzuhalten. Du denkst wahrscheinlich auch, dass das Glück ein seltenes Gut ist, etwas für die privilegierte Gesellschaft, oder du musst es dir erst verdienen. Es scheint irgendwie ganz nah und doch so fern zu sein.

Allein unsere Glücksbringer sprechen Bände darüber, was wir über Glück denken:

So ist ein Glücksstein oft ein seltener Stein mit magischen Kräften. Je seltener der Stein, umso mehr bringt er Glück mit sich. Ein Stein vom Strassenrand oder aus deinem Garten kann hier nicht mithalten.

Oder du hast bestimmt auch schon mal nach 4-blättrigen Kleeblätter gesucht und dabei die 3-blättrigen übersehen, die genau so schön waren.

Ja, du machst selbst das Glück zu einem seltenen Gut, um es dann mit Mühe zu jagen.

Aber warum?

Warum fällt es dir schwer zu glauben, dass das Glück nicht selten ist? Vielleicht bringt dir ein Stein vom Strassenrand viel mehr Glück! Und ein 3-blättriges Kleeblatt findest du viel schneller, es gibt eine ganze Menge davon.

Ich verrate dir was:

Das ist nicht das Glück, das dich jagen lässt, das sind deine Vorstellungen und Glaubenssätze.

Und Jetzt möchte ich dich etwas fragen:

Musst du überhaupt immer und überall glücklich sein?

Ist das nicht ein zu hoher Anspruch an dich selbst und an dein Leben? Überforderst du dich nicht damit?

Wege zum Glück führen über das Fühlen

Im Leben passieren manchmal Dinge, die dir sehr weh tun. Du kannst manche dieser Situationen weder kontrollieren noch ändern. Im Leben dreht sich nicht immer alles um Regenbogen-Gefühle. Wind, Storm und Tornados gehören dazu.

Hier steckt das Glück im Fühlen: Du kannst deinem Leben eine Tiefe verleihen, in dem du eine „unangenehme“ Situation als Teil deines Lebens liebevoll annimmst. Und dann entdeckst du das kleine winzige Glück, das hinter der Situation steckt und dich liebevoll anlächelt.

Zum Glück bist du nicht vollkommen

Du und ich, wir sind beide nicht vollkommen!

Bist du jetzt enttäuscht?

Aber schau mal, wenn wir beide jetzt akzeptieren, dass wir unvollkommene Wesen sind, und sich nie alle unsere Wünsche und Träume erfüllen werden, dann ist das doch eine große Entlastung! Denn der Anspruch, alle deine Wünsche erfüllen zu müssen, treibt dich ins Unglück!

Das Glück steckt in Details

Deine Wege zum Glück führen durch das Abenteuer deines Lebens, durch deinen Alltag. Wenn du dein Leben mit Achtsamkeit lebst, dann fällt dir das Glück zu.

Glück kannst du nicht erzwingen, oder planen. Und du kannst es nicht festhalten.

Aber dem Glück gefällt es, wenn du dankbar bist. Es bekommt mehr Lust, dich zu besuchen. Stell’ dir mal vor, du wärst das Glück höchstpersönlich, wo würdest du lieber hingehen: Zu den dankbaren Menschen oder dort hin, wo gejammert und gelästert wird?

Manchmal musst du auf das Glück warten

Hör’ auf das Glück zu jagen. Warte lieber! Manche Dinge kannst du nicht beschleunigen, sie brauchen Zeit um zu reifen. Das Glück gehört dazu!

Zum Glück reicht auch Zufriedenheit

Und jetzt mal unter uns: Muss es immer Glück sein? Reicht da nicht mal „nur“ Zufriedenheit?

Kennst du Zufriedenheit noch? Diesen Oldtimer, den du vor lauter schneller, höher und größer fast vergessen hast? Vielleicht solltest du ihn mal abstauben und eine Runde damit fahren. Es fühlt sich gut an, glaub’s mir!

Das Glück steckt in einfachen Dingen.

Entdecke das Glück in einfachen Dingen, und mach’ es dir nicht so unglaublich schwer. Du brauchst keinen Glücksbringer, denn das Glück ist immer auf deiner Seite. Und wenn du einmal doch einen brauchst, dann suche ein 3-blättriges Kleeblatt!

Wir haben die Macht unter allen Umständen glücklich zu sein. (The Work of Byron Katie)